Auszeichnung für MIWE

Der mit maximal 10.000 Euro dotierte Johannes-Bube-Preis geht dieses Jahr an MIWE, Standort Meiningen. Die Auszeichnung wird vom Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit an Unternehmen verliehen, die sich intensiv dem Thema Arbeitssicherheit in ihrem Betrieb widmen und innovative Lösungen innerhalb der letzten drei Jahre erfolgreich umgesetzt haben. Die feierliche Verleihung der Johannes-Bube-Medaille findet am 31. März 2010 in Jena statt und wird von Sozialministerin Heike Taubert im Rahmen des Thüringer Arbeitschutztages persönlich überreicht.

Das Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit verleiht dem Unternehmen MIWE Meiningen Michael Wenz GmbH am 31. März 2010 den Thüringer Arbeitsschutzpreis „Johannes Bube". Das Ministerium, das für den Bereich Arbeitsschutz zuständig ist, vergibt jährlich diesen Preis für bereits realisierte innovative und modellhafte Lösungen zur sicherheitsgerechten und gefährdungsfreien Gestaltung von Arbeitsplätzen, Technologien und Produkten sowie für vorbildliche Arbeitsschutzmanagementsysteme. Die Lösungen sollen insbesondere Klein- und Mittelbetrieben als Vorbild dienen und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. MIWE hat die Jury mit seiner beeindruckenden Maßnahme zur Gefährdungsreduzierung beim Umgang mit Druckluft und elektrischer Energie im Kompetenz-Zentrum für Mechatronik und Kältetechnik überzeugt. Neben der Gestaltung des Aus- und Weiterbildungsraumes war die Realisierung eines optimalen Arbeits- und Gesundheitsschutzes, über die gesetzlich vorgeschriebene Anforderungen hinaus, eine Hauptaufgabe des Projektteams.
Auch außerhalb des Kompetenz-Zentrums für Mechatronik und Kältetechnik investiert MIWE viel in die Sicherheit der Mitarbeiter und des Unternehmens. Im Rahmen eines ganzheitlichen Sicherheitskonzeptes werden die Bereiche Gesundheitsschutz, Brandschutz und Umweltschutz optimiert und den neuesten Anforderungen angepasst.

Wer war Johannes Bube?
Johannes Bube lebte von 1687 bis 1747 und arbeitete als Arzt in Seebergen bei Gotha.
In seiner Dissertation im Jahre 1721 beschäftigte er sich mit arbeitsmedizinischen Problemen bei der Verarbeitung des Seeberger Sandsteins. Er erkannte den Zusammenhang zwischen den Arbeits- und Lebensbedingungen der Steinbrucharbeiter und dem Krankheitsbild der Silikose in Verbindung mit Lungentuberkulose, die sogenannte „Seeberger Steinbrecherkrankheit". Die in lateinischer Sprache verfasste Dissertation ist der zurzeit älteste medizinhistorische Beleg für Thüringen in Bezug auf arbeitsbedingte Erkrankungen.

Die Preisträger der Vorjahre

2000 IGENO Schienenfahrzeuge GmbH aus Niedersachswerfen bei Nordhausen
2001 Arbeitsgemeinschaft „Rennsteigtunnel" (für ihre Bemühungen um effektiven Arbeitsschutz beim Bau der Thüringer Waldautobahn)
2002 Firma Linn High Therm Frankenhausen (für ein Bündel an Maßnahmen im Bereich des Arbeitsschutzes der Mitarbeiter gegen krebserregende Stoffe)
2003 Firma Honeywell Polymers GmbH mit 346 Mitarbeitern am Standort Rudolstadt (für hohe Investitionen in die Bereiche Arbeitssicherheit und Umweltschutz)
2004 Vattenfall Europe Generation AG (für ein betriebliches Arbeitsschutzmanagement bei der Errichtung eines PSW (Pumpspeicherwerkes) in Goldisthal)
2005 Arcelor Stahlwerk Thüringen, Unterwellenborn (für ein betriebliches Arbeitsschutz-Management-System)
2006 VIEGA GmbH & Co. KG in Großheringen (für ein komplexes Arbeitsschutzmanagementsystem (ASM), das im Betrieb installiert wurde)
2007 Docter Optics GmbH in Neustadt an der Orla (für das Projekt„Gefahrstoffsubstitution zur Vermeidung von Hautkrankheiten im mittelständischen Betrieb")
2008 OPEL Eisenach GmbH (für das Projekt „Gesundheitsschutz durch ergonomische Gestaltung der Arbeitsbedingungen")
2009 Umweltzentrum des Handwerks Thüringen, Rudolstadt (für die Einführung und Umsetzung eines wirksamen Arbeits- und Gesundheitsmanagements in Thüringer Handwerksbetrieben (NOAH-Projekt))