Dass das neue Berufsbild „Produktionstechnologe" vielfältige Möglichkeiten bietet, hat MIWE sehr früh erkannt und deshalb aktiv an der Konzeption des Ausbildungsberufes mitgewirkt. MIWE gehört mit dem Werk in Meiningen mit zu den ersten ausbildenden Unternehmen. Lorenz Scheller, der derzeit dort die Ausbildung zum Produktionstechnologen absolviert, berichtet über die Voraussetzungen, Inhalte und Perspektiven des Berufes.
Warum haben Sie sich gerade für diese Ausbildung entschieden?
Mich haben vor allem die interessanten Zukunftsperspektiven dieses Berufes sowie die Weiterentwicklungsmöglichkeiten bei MIWE gereizt. Bereits in der Ausbildung übernehme ich Aufgaben als Schnittstelle zwischen Produktion, Qualitätssicherung und Konstruktion. Das finde ich einfach spannend.
Was könnte Sie für Ihren Beruf auszeichnen? Waren Sie zum Beispiel immer gut in Mathematik oder haben sich immer gern mit Technik beschäftigt?
Ich habe meine erste Berufsausbildung als Mechatroniker mit guten Noten abgeschlossen. Dieses umfangreiche Vorwissen und mein hohes technisches Verständnis kann ich nun in meine weiterführende Ausbildung zum Produktionstechnologen einbringen. Hatten Sie vor Ihrer Ausbildung zum Produktionstechnologen Praxiserfahrung in einem Unternehmen gesammelt?
Ja, schon während meiner ersten Berufsausbildung habe ich viele Einblicke in meinen Ausbildungsbetrieb erhalten. Direkt im Anschluss konnte ich meine Erfahrungen in verschiedenen Abteilungen an anderen Standorten vertiefen. Beispielsweise wurde ich in der Kältetechnik, im Großofen-Anlagenbau und in der Serienfertigung von Backstationen eingesetzt. Dieser 18monatige Praxiseinsatz kommt mir jetzt zugute.
Was lernen Sie in der Ausbildung im Unternehmen? Wo werden Sie eingesetzt?
Die Lehrinhalte sind vielseitig und praxisnah. Im ersten Jahr werden noch vorrangig die mechatronischen Kenntnisse vertieft. Im zweiten und dritten Lehrjahr stehen dann Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung im Mittelpunkt. Spätestens dann wird man in konkrete Projekte und das Tagesgeschäft einbezogen. Ich als Lehrling im zweiten Ausbildungsjahr arbeite beispielsweise an der Neugestaltung einer Fertigungslinie mit.
Was lernen Sie in der Berufsschule?
In der Berufsschule werden hauptsächlich elektronische Grundlagen sowie vertieftes Fachwissen aus dem Bereich Mechatronik vermittelt.
Was sollte Ihrer Meinung nach jemand, der den Beruf des Produktionstechnologen erlernen will, für die Ausbildung und den späteren Beruf mitbringen?
Er oder sie sollte logisch und prozessorientiert denken können, handwerklich geschickt sein und ein gewisses Vorstellungsvermögen und technisches Verständnis mitbringen. Außerdem fordern die Unternehmen selbstständiges Arbeiten, eine hohe Eigeninitiative und natürlich Interesse. Und auf jeden Fall sollte man vor Beginn der Lehre ein Praktikum in dem Berufsfeld absolviert haben. So findet jeder am besten heraus, ob ihm der Produktionstechnologe liegt.
Was macht Ihnen in Ihrer Ausbildung am meisten Spaß?
Die abwechslungsreichen Aufgaben und Tätigkeiten. Aber vor allem macht es Spaß zu lernen, Verantwortung zu übernehmen. Mittlerweile haben meine Kollegen so großes Vertrauen in meine Fähigkeiten, dass meine Zuarbeiten mit nur wenigen Überprüfungen in die Projekte einfließen. Viel Spaß bereitet mir auch die Optimierung von Produkten. Dort kann ich oft etwas Neues entwickeln und umsetzen. In der Qualitätssicherung des Wareneingangsbereiches übernehme ich zudem als Lehrling schon fest die Urlaubsvertretung.